An der bundesweiten Vermieterbefragung 2026 von Haus & Grund Deutschland beteiligten sich knapp 24.000 private Eigentümer. Die Erhebung lief zwischen dem 21. Januar und dem 26. April 2026.
Das Ergebnis
Auf Vermieter mit erhöhter Rückzugsneigung entfallen 77 Prozent der in der Befragung erfassten Wohneinheiten. Überträgt man das auf die rund 14,6 Millionen privat vermieteten Wohnungen in Deutschland, ergibt sich eine Größenordnung von bis zu 11,2 Millionen Wohnungen in Beständen von Vermietern mit Rückzugsrisiko.
Rückzug heißt nicht zwangsläufig Verkauf. Es kann auch bedeuten, dass eine frei werdende Wohnung nicht wieder vermietet, sondern selbst genutzt, an Angehörige überlassen oder leer gelassen wird.
Warum das relevant ist
In der Diskussion über den Mietwohnungsmarkt ist meist von großen Wohnungskonzernen die Rede. Tatsächlich stellen private Eigentümer den größten Teil des Mietwohnungsangebots in Deutschland. Fällt dieser Teil weg, verschärft sich der Mangel dort, wo er ohnehin am größten ist.
Für den ländlichen Raum gilt das in besonderer Weise: Hier gibt es kaum institutionelle Anbieter. Wer vermietet, ist in aller Regel eine Privatperson mit einer, zwei oder drei Wohnungen.
Quelle: Haus & Grund Deutschland, Vermieterbefragung 2026, veröffentlicht am 23. Juni 2026.